Dieses cremige Gericht verbindet geroestete rote Paprika mit samtigen Kichererbsen, verfeinert durch zitrusfrischen Zitronensaft, aromatischen Knoblauch und gerauchten Paprikapulver. Die Zugabe von Tahini und Olivenoel sorgt für Geschmeidigkeit und Tiefe. Einfach im Ofen geröstete Paprika entfalten ein intensives Aroma, das mit Gewuerzen harmoniert. Ideal zum Dippen oder als cremiger Brotaufstrich, bringt dieses Gericht mediterranen Flair in jede Mahlzeit.
Ich stand in meiner Küche und starrte auf eine Schüssel mit Kichererbsen, als mir klar wurde, dass normaler Hummus zwar gut ist, aber nicht das war, wonach ich gerade verlangte. Auf der Arbeitsplatte lagen noch zwei rote Paprikaschoten vom Vortag. Ich schob sie in den Ofen, ohne genau zu wissen, was passieren würde. Zwanzig Minuten später roch die ganze Wohnung nach geröstetem Gemüse, und ich wusste: Das wird funktionieren. Seitdem ist dieser Hummus kein Experiment mehr, sondern fester Bestandteil meiner Küche.
Ich erinnere mich an einen Abend, als Freunde spontan vorbeikamen und ich nichts vorbereitet hatte. Ich warf schnell die Paprika in den Ofen, mixte alles zusammen und servierte den Hummus mit ein paar Gemüsesticks. Alle fragten nach dem Rezept. Einer meiner Freunde tauchte sogar sein Brot direkt in die Schüssel, ohne zu warten. Seitdem ist es mein Geheimtrick für entspannte Abende, an denen ich trotzdem etwas Besonderes servieren möchte.
Zutaten
- 2 große rote Paprikaschoten: Sie werden im Ofen geröstet, bis die Haut schwarz wird, das Fruchtfleisch wird dadurch unglaublich süß und rauchig.
- 1 Dose Kichererbsen (400 g): Gut abtropfen lassen und abspülen, sonst wird der Hummus zu flüssig und schmeckt nach Dosenflüssigkeit.
- 3 EL Tahini: Das ist Sesampaste und der Grund, warum Hummus diese nussige Tiefe bekommt, nicht sparen.
- 1 Knoblauchzehe: Frisch gehackt, nicht aus dem Glas, der Unterschied ist enorm.
- Saft von 1 Zitrone: Frisch gepresst bringt die nötige Säure, die alles ausbalanciert.
- 2 EL Olivenöl extra nativ: Plus etwas mehr zum Servieren, gutes Öl macht hier wirklich einen Unterschied.
- 1 TL Kreuzkümmel: Verleiht eine warme, erdige Note, die perfekt zu den Paprika passt.
- 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver: Verstärkt den Röstgeschmack, als hätte man die Paprika über offenem Feuer gegrillt.
- 1/2 TL Salz: Immer abschmecken, jeder mag es anders.
- 2 bis 3 EL kaltes Wasser: Nur so viel, bis die Konsistenz stimmt, lieber löffelweise hinzufügen.
Zubereitung
- Paprika rösten:
- Heize den Ofen auf 200 Grad Celsius vor und lege die ganzen Paprikaschoten auf ein Backblech. Röste sie 20 Minuten, drehe sie einmal um, bis die Haut überall blasig und schwarz ist, dann in eine Schüssel geben, abdecken und 10 Minuten dämpfen lassen, danach lassen sich Haut und Kerne ganz leicht entfernen.
- Mixen:
- Gib die geschälten Paprika, Kichererbsen, Tahini, Knoblauch, Zitronensaft, Olivenöl, Kreuzkümmel, Paprikapulver und Salz in die Küchenmaschine. Mixe alles, bis eine glatte, cremige Masse entsteht, das dauert etwa eine Minute.
- Konsistenz anpassen:
- Lass die Maschine laufen und gib esslöffelweise kaltes Wasser hinzu, bis der Hummus die Cremigkeit hat, die du magst. Ich nehme meistens 3 Esslöffel, aber das ist Geschmackssache.
- Abschmecken:
- Probiere und würze nach, manchmal braucht es mehr Salz oder einen Spritzer Zitrone. Vertrau deinem Gaumen.
- Servieren:
- Fülle den Hummus in eine Schüssel, ziehe mit einem Löffel kleine Wellen an der Oberfläche und träufle Olivenöl darüber. Streue geräuchertes Paprikapulver, frische Petersilie oder geröstete Kichererbsen darauf, wenn du magst.
Es gab einen Nachmittag, an dem ich diesen Hummus für ein Picknick mitnahm und ihn in einer alten Tupperdose transportierte. Als ich sie öffnete, war die Oberfläche mit Olivenöl bedeckt und glänzte in der Sonne. Wir aßen ihn mit frischem Gemüse und warmen Fladenbrot, und ich merkte, dass Essen manchmal einfach nur gut sein muss, ohne viel Aufhebens. Dieser Hummus ist genau das, ehrlich und unkompliziert.
Was du sonst noch wissen solltest
Wenn du es schärfer magst, gib eine Prise Cayennepfeffer dazu oder mische eine halbe Chilischote mit unter die Paprika. Ich habe das einmal gemacht, als ein Freund meinte, Hummus sei langweilig, seitdem nimmt er das nicht mehr in den Mund. Die Schärfe passt überraschend gut zur Süße der gerösteten Paprika und hebt alles auf eine andere Ebene. Trau dich ruhig, ein bisschen zu experimentieren.
So servierst du ihn am besten
Ich serviere den Hummus am liebsten mit knusprigen Pita-Chips, frischen Gemüsesticks wie Karotten, Gurken oder Paprikastreifen. Manchmal streiche ich ihn auch auf Sandwiches statt Mayo, das gibt eine cremige, würzige Schicht, die alles zusammenhält. Er funktioniert auch hervorragend als Basis für eine Bowl mit geröstetem Gemüse und Quinoa. Egal wie, er verschwindet immer schneller, als ich nachproduzieren kann.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Fülle den Hummus in einen luftdichten Behälter und bewahre ihn im Kühlschrank auf, dort hält er sich bis zu vier Tage. Am zweiten Tag schmeckt er oft noch besser, weil die Aromen Zeit hatten, sich zu verbinden. Bevor du ihn servierst, rühre ihn kurz durch und gib vielleicht einen Schuss Olivenöl dazu, das bringt den Glanz zurück.
- Immer gut verschlossen lagern, sonst trocknet die Oberfläche aus.
- Du kannst ihn auch einfrieren, portionsweise in kleinen Dosen, hält bis zu drei Monate.
- Vor dem Servieren auf Raumtemperatur bringen, dann schmeckt er am besten.
Dieser Hummus ist einer der Gründe, warum ich immer Kichererbsen und Paprika im Haus habe. Er rettet mich vor dem Gefühl, nichts anzubieten zu haben, und schmeckt dabei so gut, dass niemand merkt, wie einfach er war.
Häufige Fragen zum Rezept
- → Wie werden die Paprika richtig geroestet?
-
Die Paprika bei 200°C im Ofen etwa 20 Minuten backen, bis die Haut schwarz wird. Dann abdecken und dampfen lassen, um das Abziehen der Haut zu erleichtern.
- → Kann man das Gericht vegan gestalten?
-
Ja, alle Zutaten sind pflanzlich und eignen sich perfekt für eine vegane Ernährungsweise.
- → Wie erreicht man die perfekte Konsistenz?
-
Mit kaltem Wasser in kleinen Mengen die Cremigkeit anpassen, bis die gewünschte geschmeidige Textur erreicht ist.
- → Welche Gewuerze unterstreichen den Geschmack am besten?
-
Gemahlener Kreuzkuemmel und geräuchertes Paprikapulver bringen eine intensive, rauchige Note, die gut mit der Suesslichkeit der Paprika harmoniert.
- → Wie lange ist das Gericht haltbar?
-
Im luftdichten Behälter im Kühlschrank bewahrt es sich bis zu 4 Tage seine Frische und Aromen.