Diese goldenen Bratkartoffeln bestechen durch ihre knusprige Außenseite und ihr weiches, fluffiges Inneres. Durch das Parboiling bleiben sie perfekt in Form und erhalten beim Rösten im heißen Fett ein herrliches Aroma. Frischer Rosmarin und Knoblauch ergänzen das Geschmackserlebnis, können aber auch weggelassen werden. Als einfache und vielseitige Beilage passen sie zu vielen Gerichten, ganz besonders zu Fleisch oder vegetarischen Hauptgerichten. Mit nur wenigen Zutaten gelingt ein klassischer Genuss auf traditionelle britische Art.
An einem verregneten Sonntagmorgen stand ich in der Küche meiner Tante und beobachtete, wie sie Kartoffeln in heißes Fett gleiten ließ. Das Zischen war so laut, dass wir beide lachten. Sie sagte mir, das Geheimnis knuspriger Bratkartoffeln liege nicht im Ofen, sondern in der Vorbereitung. Seitdem mache ich sie genauso, und jedes Mal denke ich an diesen Moment zurück.
Ich erinnere mich an ein Abendessen mit Freunden, bei dem ich diese Kartoffeln als Beilage servierte. Niemand sprach viel, bis der erste probierte und plötzlich alle gleichzeitig nach dem Rezept fragten. Eine Freundin meinte, sie hätte noch nie so perfekte Röstkartoffeln gegessen. Seitdem sind sie bei jedem Treffen Pflicht.
Zutaten
- 1,2 kg Yukon Gold oder Maris Piper Kartoffeln: Diese Sorten haben genau die richtige Balance aus Stärke und Feuchtigkeit, sodass sie außen knusprig und innen cremig werden.
- 2 Teelöffel Salz (zum Vorkochen): Das Salzen des Kochwassers sorgt dafür, dass die Kartoffeln von innen heraus gewürzt sind, nicht nur oberflächlich.
- Wasser (ausreichend zum Bedecken): Kaltes Wasser zu Beginn hilft, die Kartoffeln gleichmäßig zu garen, ohne dass sie außen matschig werden.
- 4 Esslöffel Pflanzenöl oder Gänseschmalz: Gänseschmalz gibt einen unglaublich herzhaften Geschmack, aber Öl funktioniert genauso gut und hält das Gericht vegetarisch.
- 1 Teelöffel feines Meersalz: Feines Salz verteilt sich besser und haftet an den rauen Kanten der Kartoffeln.
- 1/2 Teelöffel frisch gemahlener schwarzer Pfeffer: Frisch gemahlen macht den Unterschied, der Geschmack ist intensiver und wärmer.
- 2 Zweige frischer Rosmarin (optional): Rosmarin verleiht eine würzige, erdige Note, die perfekt zu Kartoffeln passt.
- 3 Knoblauchzehen, zerdrückt (optional): Der Knoblauch wird süß und mild beim Rösten und gibt einen feinen Hintergrundgeschmack.
Anleitung
- Ofen vorheizen und Fett erhitzen:
- Heize den Ofen auf 220 Grad Celsius vor und stelle das Blech mit dem Öl oder Schmalz hinein. Das heiße Fett ist der Schlüssel zur knusprigen Kruste.
- Kartoffeln schälen und schneiden:
- Schäle die Kartoffeln und schneide sie in gleichmäßige Stücke von etwa 5 cm Größe. Gleichmäßige Stücke sorgen dafür, dass alle zur gleichen Zeit fertig werden.
- Vorkochen:
- Gib die Kartoffeln in einen großen Topf, bedecke sie mit kaltem Wasser und füge 2 Teelöffel Salz hinzu. Koche sie auf und lasse sie 8 bis 10 Minuten sanft köcheln, bis sie gerade weich sind, aber noch nicht zerfallen.
- Abtropfen und aufrauhen:
- Gieße die Kartoffeln ab und lasse sie 2 Minuten ausdampfen. Schüttle den Topf vorsichtig, damit die Kanten rau werden, das gibt später extra Knusprigkeit.
- In heißes Fett geben:
- Nimm das heiße Blech vorsichtig aus dem Ofen und gib die Kartoffeln hinein. Wende sie, bis sie rundherum mit Fett bedeckt sind.
- Würzen und aromatisieren:
- Streue Salz und Pfeffer darüber und füge Rosmarin und zerdrückten Knoblauch hinzu, falls du möchtest. Die Aromen durchziehen die Kartoffeln beim Rösten.
- Rösten:
- Röste die Kartoffeln 40 bis 45 Minuten und wende sie ein- oder zweimal, bis sie von allen Seiten goldbraun und knusprig sind. Der Duft wird deine Küche erfüllen.
- Servieren:
- Nimm das Blech aus dem Ofen, entferne Rosmarin und Knoblauch und serviere die Kartoffeln sofort. Sie sind am besten heiß und frisch.
Es war Weihnachten, als meine Mutter mich bat, die Kartoffeln zu übernehmen. Ich folgte jedem Schritt genau, und als wir sie auf den Tisch stellten, sagte mein Vater, es seien die besten, die er je gegessen habe. In diesem Moment wurde mir klar, dass Kochen nicht nur Nahrung ist, sondern eine Möglichkeit, Menschen glücklich zu machen.
Variationen und Aromen
Manchmal streue ich einen Esslöffel Grieß über die abgetropften Kartoffeln, bevor ich sie ins Fett gebe. Das klingt seltsam, aber der Grieß saugt Feuchtigkeit auf und macht die Oberfläche noch knuspriger. Du kannst auch Rosmarin durch Thymian oder Salbei ersetzen, je nachdem, was du gerade da hast oder worauf du Lust hast.
Womit du sie servieren kannst
Diese Kartoffeln passen zu Braten, gegrilltem Gemüse oder sogar einfach nur zu einem Spiegelei am Sonntagmorgen. Ich habe sie schon zu vegetarischen Hauptgerichten serviert, und niemand hat etwas vermisst. Sie sind so vielseitig, dass du sie das ganze Jahr über machen kannst, egal was sonst noch auf dem Teller liegt.
Aufbewahrung und Reste
Falls wider Erwarten etwas übrig bleibt, kannst du die Kartoffeln in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Am nächsten Tag kannst du sie in einer heißen Pfanne wieder knusprig braten oder kurz im Ofen aufwärmen. Ehrlich gesagt schmecken sie frisch am besten, aber Reste sind auch kein Drama.
- Bewahre sie nicht länger als zwei Tage im Kühlschrank auf, sonst verlieren sie ihre Textur.
- Wenn du sie wieder aufwärmst, verwende keine Mikrowelle, sonst werden sie weich.
- Du kannst sie auch kalt in einem Salat verwenden, wenn du experimentierfreudig bist.
Diese Kartoffeln sind für mich mehr als nur eine Beilage, sie sind ein kleines Stück Zuhause auf dem Teller. Ich hoffe, sie bringen dir genauso viel Freude wie mir.
Häufige Fragen zum Rezept
- → Warum werden die Kartoffeln vor dem Braten vorgekocht?
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Das Parboiling macht die Kartoffeln weich, verbessert die Konsistenz und sorgt durch das Aufrauen der Oberfläche für extra Knusprigkeit beim Rösten.
- → Welches Fett eignet sich am besten zum Braten?
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Gemüseöl sorgt für eine gleichmäßige Bräunung, Gänsefett verleiht ein intensiveres Aroma und eine besonders knackige Textur.
- → Wie kann ich die Kartoffeln aromatisieren?
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Frischer Rosmarin und zerdrückter Knoblauch werden während des Röstens hinzugefügt, um ein feines, würziges Aroma zu erzeugen.
- → Wie erreiche ich eine besonders knusprige Oberfläche?
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Nach dem Kochen sollten die Kartoffeln gut abtropfen und in der Pfanne oder auf dem Backblech vorsichtig geschüttelt werden, damit raue Kanten entstehen, die knusprig werden.
- → Kann ich die Rosmarinzweige auch ersetzen?
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Ja, andere Kräuter wie Thymian oder Salbei können verwendet werden, um einen unterschiedlichen, frischen Geschmack zu erzielen.